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Kaua’i – Teil 1

von mrandmrssippy

Tag 5, Dienstag, 08. Mai 2018 – Ankunft auf der Garteninsel

Heute ging es bereits weiter auf die nächste Insel: Kaua’i. Wieder war früh Tagwache angesagt. Bereits um 06:30 Uhr holte uns unser Shuttlebus im Hotel ab und fuhr uns zum Flughafen Honolulu.

Das Check-in, die Gepäckaufgabe sowie die Sicherheitskontrollen verliefen speditiv und problemlos (Inlandflug halt). So hatten wir noch genügend Zeit um den Läden entlang zu schlendern, Blog zu schreiben oder ein  bisschen zu lesen. Unser Flug mit Hawaiian Airlines startete pünktlich um 09:25 Uhr und landete nach nur 40 Minuten bereits wieder auf Kaua’i. Gepäck war auch da – alles tiptop.

Kaua’i wird aufgrund der üppigen und grasgrünen Vegetation auch als Garteninsel bezeichnet. Gemessen am durchschnittlichen Jahresniederschlag ist die Region eine der regenreichsten Punkte der Erde. Mit dem Waimea Canyon und der Napali Coast bietet die Insel wunderschöne Landschaften, welche als Sets für zahlreiche Hollywood-Blockbuster verwendet wurden. Hauptstadt der Insel ist Lihu’e. Der Tourismus soll hier im Vergleich zu O’ahu und Maui weniger stark ausgeprägt sein.

Bei Alamo nahmen wir unseren Mietwagen für die nächsten Tage in Empfang. Diesmal fuhren wir schwere Geschütze auf: Ein Jeep Wrangler. Wir haben aus den Schlaglöchern und Gravel Roads in Island gelernt – und hier sollen die Strassen nicht anders aussehen. Mittlerweile wissen wir auch die heutzutage selbstverständlichen Zentralverriegelungen zu schätzen. Ziemlich ungewohnt und mühsam wenn jede Tür (inkl. Kofferraum) separat mit dem Schlüssel abgeschlossen werden muss 🙂 .

Wir düsten sofort los ins ca. zehn Minuten entfernte Aston Islander On The Beach in Kapa’a an der Ostküste der Insel, wo wir die nächsten Tage verbringen werden. Beim Check-in erhielten wir von der freundlichen Dame am Empfang noch eine Flasche Rotwein und eine Schachtel Pralinen für unseren Honeymoon. Die schon etwas ältere, aber sehr schöne und gepflegte Hotelanlage hat ihren ganz eigenen Charme und uns sofort in ihren Bann gezogen. Von unserem Zimmer im ersten Stock hat man einen tollen Ausblick auf den türkisen Pazifik und in wenigen Minuten ist man am gepflegten Strand. Auf dem Areal stehen vier Grills, welche benutzt werden können. Oh, und eine PlayStation 3 gibt es auch auf dem Zimmer 🙂 .

Bereits jetzt hatten wir den Eindruck: Diese Insel sagt uns mehr zu als O’ahu. Irgendwie scheint hier alles ruhiger und es ist bedeutend weniger los und weniger hektisch. Sei es am Flughafen, auf den Strassen oder bei den Sehenswürdigkeiten.

Der kultige Lava Lava Beach Club ist von unserem Zimmer nur wenige Gehminuten entfernt und an diesem Ort nahmen wir auch unser erstes Mittagessen in Kaua’i ein. Mit der Hotelkarte gibt’s sogar 20% auf den Lunch. Gestärkt mit einem leckeren Sandwich und genialen Spare Ribs! (und da braucht es viel bis wir das sagen… 🙂 ) machten wir eine erste Erkundungsreise.

Zuerst steuerten wir die Wailua Falls an. Ein wunderschöner, ziemlich hoher Wasserfall. Früher konnte man sogar in den Pools darunter noch baden, dies ist heute leider verboten. Nichtsdestotrotz ein schöner Ausflug mit toller Aussicht. Der Wasserfall ist mit dem Mietwagen bequem erreichbar. Mit den Parkplätzen hatten wir – im Gegensatz zu O’ahu – Glück. Doch auch hier sind eher wenig Parkplätze vorhanden und vermutlich wird’s an schönen Tagen bei vielen Touristen schnell mal eng.

Das nächste Ziel: Ebenfalls ein Wasserfall (das nimmt ja schon fast Island-Züge an 🙂 ). Zu den Opaeka’a Falls gelangten wir über eine wunderschöne Strasse. Der Wasserfall an sich ist nichts spezielles und sehr weit entfernt. Viel mehr lohnte sich unserer Meinung nach die Aussichtsplattform auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Von dort bietet sich eine wunderschöne Aussicht über das Tal und den Wailua River. Die unzähligen farbigen Kajaks auf dem Fluss sahen aus wie kleine Ameisen.

Auf unserer ersten Tour fielen uns vor allem die vielen wilden Hühner auf. Diese picken in Scharen an den Strassenrändern herum und überqueren diese auch gerne sehr gemütlich.

Zurück im Hotel schlenderten wir kurz über den Coconut Marketplace – eine kleines Einkaufsdorf direkt neben unserer Hotelanlage. Hier sind diverse kleine Souvenirshops und Einkaufsläden. Leider auch ziemlich viele Leerstände. Für uns bequem zu Fuss erreichbar, daher in Ordnung – eine extra Anfahrt lohnt sich hingegen nicht.

Das Highlight erwartete uns am Abend. Um 17:00 Uhr trafen wir auf der Koholana Ranch ein zu einem Luau. Das Luau ist ein typisches hawaiianisches Fest mit vielen Köstlichkeiten und traditionellen Hula-Tänzen und Feuershows. Für Mr Sippy war der Star des Abends jedoch das Kalua Pig – ein ganzes Schwein, das in einem Imu (Erdofen) über rund neun Stunden gegart wird. Zur Begrüssung erhielten wir traditionsgemäss quasi als Eintrittsbändeli ein Lei (Blütenkranz für die Damen, Muschelkranz für die Herren). Auf dem Gelände der Ranch konnten verschiedene Marktstände besucht werden, an welchen hawaiianische Handwerkskunst gezeigt und natürlich auch verkauft wurde. Um 18:15 Uhr folgte die Imu Zeremonie, welche mit Signaltönen durch eine Muschel (Shell) angekündigt wurde. Es war sehr spannend anzusehen, wie das gegarte Schwein aus dem Erdofen entnommen wurde – das Wasser lief uns im Munde zusammen.

Anschliessend folgte das Nachtessen mit einem üppigen Buffet. Diverse Salate und Früchte, Reis, Kartoffeln, Teriyaki Chicken, Fisch und natürlich Fleisch vom Kalua Pig. Wir haben einen geringen Aufpreis bezahlt um an einem achter Tisch und vorne an der Bühne sitzen zu können. Wir finden, dass sich das gelohnt hat. Nach dem Essen folgte eine traditionelle Hula Show. Es wurde eine hawaiianische Sage nachgespielt und mit einer eindrücklichen Feuershow beendet. Es hat super viel Spass gemacht dies einmal live mitzuerleben. Wir waren positiv überrascht, wie gut der Anlass organisiert war und man hat von den 400 Gästen nicht viel mitbekommen. Da es mehrere Bars und Buffets gab, verteilten sich die Besucher ganz gut. Zudem wurde die Tische jeweils einzeln zu den Buffets aufgerufen, wodurch die von uns befürchtete Anarchie am Buffet vermieden werden konnte. Wir hatten einen tollen Tisch mit sehr freundlichen und geselligen Amerikanern aus Seattle. Generell müssen wir nach diesen paar Tagen Hawai’i sagen – ein sehr kontaktfreudiges und herzliches Volk diese Amis.

Nach der Show machten wir uns auf den Heimweg. Doch zuerst musste auf dem riesigen Parkfeld noch das Auto gefunden werden. Zu Hause ja kein Problem – einfach mal auf den Schlüssel drücken und da wo es blinkt, befindet sich das Auto. Nur ging das hier nicht (siehe oben) 🙂 .  Und wir sind nicht die Einzigen mit einem silbernen Jeep 🙂  Aber dank kurzer Detektivarbeit (wo haben wir ungefähr geparkt? Wie lautet das Nummernschild?, usw.) konnten wir schon bald zurück ins Hotel düsen.

Fotogalerie (Bilder anklicken um sie in voller Auflösung und Format zu sehen):

Tag 6, Mittwoch, 09. Mai 2018 – Welcome to the jungle

Nach einem eher gemütlichen Tag gestern, stand heute Action und Abenteuer auf dem Programm. Kajaken, Ziplining, Wandern im Dschungel und so weiter. Doch alles der Reihe nach.

Da die Nordküste von Kaua‘i vor einigen Wochen überschwemmt wurde, mussten wir unser Programm ein wenig umstellen. Eigentlich stand ein mehrstündiger Trail auf dem Programm,  als Alternative wählten wir nun ein wenig Abenteuer. So kam es, dass wir bei Outfitters Kauai eine Zipline Safari buchten. Diese beinhaltet, nicht nur Ziplines sondern auch eine Kajakfahrt sowie eine Wanderung durch den Dschnungel.

Wir fuhren um 8:00 Uhr zum Nawiliwili Small Boat Harbor im Südosten, wo uns ein dreiköpfiges Team und unsere Kajaks erwarteten. Nach einer kurzen Instruktion über Sicherheit und Grundkenntnisse im Paddeln, ging es los. Wir durften jeweils zu zweit in ein Kajak. Mrs Sippy (bekanntlich ja ein kleiner Angsthase) war zuerst nicht so wohl. Als dann einer der Guides sich einen Spass daraus machte, unser Kajak zu rammen, fragte sie sich, auf was sie sich da eingelassen hatte.

Doch schon nach kurzer Zeit fanden wir den Rythmus und paddelten den schönen Hule’ia River hinab. Links und rechts wuchsen Mangroven und grüne Pflanzen aller Art. Mrs Sippy vorne im Kajak wild am Paddeln und Mr Sippy hinten im Kajak gemütlich am Fotografieren 🙂 .

Nach rund einer Stunde im Kajak, legten wir am Ufer an. Nun war mitten durch den Dschungel die Devise. Zum Glück ist seit sechs Monaten der erste schöne Tag (gemäss Guide), denn der Schlamm war nämlich auch bei trockenem Wetter nicht ohne.

Nach etwa einer Viertelstunde durch dichte Wälder kamen wir zu einem kleinen Wasserfall mit Badepool. Unser Guide erklärte, dass sich nun jeder an einer Liane wie Tarzan ins Wasser schwingen soll. Mr Sippy wagte sich zuerst an das Seil und schwang sich kunstvoll ins Wasser – eine willkommene Abkühlung. Da konnte Mrs Sippy nun auch nicht mehr kneifen. Und platsch, war auch sie im Wasser. Übrigens entstanden an dieser Stelle Teile für den Film Fluch der Karibik 4 (die Szene mit den Meerjungfrauen).

Noch nass ging es weiter bis an den Waldrand. An dieser Stelle wartete ein alter John Deere Traktor samt Anhänger auf uns. Als alle darauf Platz gefunden hatten, holperten wir damit durch die Kipu Ranch. Die Landschaft war atemberaubend und wer Jurassic Park, Indiana Jones oder The Descendants kennt, dem wird diese Gegend bekannt vorkommen 🙂 . Auf dieser Ranch mit wunderschönem Panorama wurden nämlich zahlreiche Blockbuster gedreht. Der Traktor führte uns schliesslich an unser Lunchplatz. Es gab feine Sandwiches und und den wohl besten Brownie (man munkelt die Frau des Inhabers backe diese selber) und eine phänomenale Aussicht auf das Blätterdach des Regenwaldes.

Nach dem Mittagessen gings dann hoch hinaus. Wir konnten mit drei verschiedenen Ziplines über diese wunderschöne Kulisse  und das dichte Blätterdach des Dschungels sausen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl und Adrenalin pur.

Zum Schluss wanderten wir wieder durch den Dschungel zurück zum Hule’ia River. Unterwegs hielten wir wiederum an einem natürlichen Pool, bei welchem man mit einer Zipline ins Wasser sausen konnte. Natürlich haben wir auch das gemeistert und waren voller Freude 🙂 . Am Fluss warteten nicht die Kajaks sondern ein Motorboot, welches uns zurück zum Hafen brachte. Es war ein unglaublich toller Ausflug mit einer genialen Crew, den wir niemals vergessen werden.

Da es erst 14:00 Uhr war, machten wir uns auf um das Spouting Horn zu besichtigen. Dabei handelt es sich um einen Salzwassergeysir. Die Brandung fliesst in einem natürlichen Lavaschlot, aus dem bei hohem Wellengang bis zu 15 Meter hohe Wasserfontänen spritzen. Da wir in Island bereits einige Geysire sahen und müde vom Ausflug waren, entschieden wir uns schon nach kurzer Zeit an den Strand weiterzufahren.

Am Poipu Beach machten wir es uns zuerst einmal gemütlich und trockneten die nassen Schuhe von unserem Dschungel-Abenteuer. Irgendwann entschied sich Mrs Sippy ihren neuen Ganzgesichtsschnorchel auszuprobieren und suchte eine geeignete Einstiegsstelle im Meer. Doch plötzlich fiel ihr etwas Grosses – Schwarzgrünes ins Auge. Da lagen am Strand tatsächlich zwei riesige Meeresschildkröten. Sofort rannte sie zurück und schickte Mr Sippy mit der Kamera los. Ein Traum ist für uns in Erfüllung gegangen: frei lebende Meeresschildkröten zu sehen! Der Tag war somit perfekt! Schöner kann es nicht sein.

Was für ein Tag – Kajaken, Wandern, Baden in einsamen Dschungel-Seen, wunderschöne Landschaften, Ziplining, Meeresschildkröten… Müde und erschöpft aber voller unvergesslicher Eindrücke vom heutigen Tag gabs ein kurzes Nachtessen im Lava Lava Beach Club. Morgen gehen wir wieder in die Luft – lasst euch überraschen 🙂 .

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Wart ihr schon in Kaua’i und habt noch Tipps? Schreibt uns doch unten in die Kommentare.

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