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Kyoto III

von mrandmrssippy

Tag 15, Samstag, 22. Juni 2019 – Kiloweise Gold und Adieu

Überall in Kyoto finden sich Bilder des goldenen Pavillons. Die angebliche Top-Attraktion der alten Kaiserstadt und heute UNESCO-Weltkulturerbe liessen wir uns natürlich nicht entgehen.

Kurz vor 8.00 Uhr bestiegen wir den Bus für die rund vierzig minütige Fahrt zum Kinkakuji-Tempel. Die Tempelanlage öffnete erst um 09.00 Uhr. Unser Plan war ein wenig vor der „Türöffnung“ vor Ort zu sein. Den Besucheransturm auf die angebliche Top-Attraktion der Stadt konnten wir uns ausmalen… Und so ergatterten wir in einer kleinen Reihe etwa den Platz an fünfter Stelle – das mit dem anständig Anstehen klappt hier wirklich wunderbar 🙂 .

Ab dem Anblick vor den verschlossenen Toren der Anlage mussten wir jedoch staunen – keine Minute später hätten wir ankommen dürfen. Kurz nach uns trafen dutzende Reisebusse ein und ein Menschenmeer aus japanischen Schülern und Touristen aus aller Welt ergoss sich über den Eingangsbereich. Wir schätzten rund an die hundert Personen – und dies bereits vor Öffnungszeit der Anlage. Pünktlich um 09.00 Uhr wurden die mächtigen Holztore geöffnet und man konnte in der Reihe sein Eintrittsticket kaufen.

Ein Rundweg führte durch einen wunderschönen Garten zu einem grossen Teich, in welchem sich der imposante Goldene Pavillon spiegelte. Der elegante Bau ist mit 20kg Blattgold bedeckt (1kg Gold entspricht heute rund 50’000 CHF) und weist drei verschiedene Baustile auf. Das Erdgeschoss zeigt den heianzeitlichen Palastbaustil, der erste Stock den nüchternen Buke-zukuri der Kamakurazeit und der zweite Stock den chinesichen Tempelbaustil Karayo der Muramachizeit. Alles klar? Wir konnten mit diesen Begriffen auch nicht viel anstellen, aber als wir vor dem Pavillon standen, sahen wir tatsächlich, dass es sich um verschiedene Baustile handeln musste. Das Gebäude selbst darf nicht betreten werden, aber der Rundweg führt rund um den Teich herum. Diesen schritten wir dann im Menschen- und Fotogedränge ziemlich zügig ab und betrachteten die übrigen Teehäuser und Tempel der Anlage.

Nach ca. 30 Minuten war das Schauspiel vorbei und wir gönnten uns ein letztes schwarzes Sesameis und beobachteten die Menschenmenge, welche zum Eingangsbereich der Tempelanlage stürmte.

Vorallem Mrs. Sippy konnte sich noch nicht ganz von Kyoto verabschieden und wollte nochmals zur schwarzen Pagode und den kleinen ursprünglichen Gässchen. Und so fuhren wir nochmals 50 Minuten mit dem Bus in Richtung Osten und schlenderten ein letztes Mal durch die Strassen.

Dann hiess es Abschied nehmen. Wir holten in unserem Hotel unsere Rucksäcke und bestiegen ein letztes Mal einen Shinkansen. Der vierstündige Weg führte uns nach Tokyo zurück in ein Flughafen Hotel. Dort liessen wir den Abend im Zimmer und mit einem japanisch-westlichen Buffet ausklingen.

Tag 16, Sonntag, 23. Juni 2019 – Heimflug westwärts

Da bereits um 10.00 Uhr morgens unser Direktflug in die Schweiz startete, verzichteten wir aufs Frühstück. Das Hotel bot einen kostenlosen Flughafenshuttle an. Selbstverständlich nutzten wir diesen und wählten die Abfahrtszeit so, dass wir (oder vorallem Mrs. Sippy 🙂 ) am Flughafen noch genügend Zeit zum Stöbern hatte. Die KitKat-Mission war nämlich noch nicht vollendet 🙂

Am Flughafen angekommen, mussten wir beim Postbüro zuerst unseren WIFI-Router abgeben. Dank dem mitgelieferten Rücksendecouvert, war dieser ohne Umstände im erstbesten Briefkasten versenkt. Nun konnten wir unsere Rucksäcke abgeben und uns durch die üblichen Sicherheitskontrollen begeben. Anschliessend wurde die Ausreise auch offiziell in unseren Reisepässen vermerkt. Wie bereits bei der Ankunft war auch dies ohne grosse Wartezeiten sehr speditiv und pragmatisch erledigt.

Nach einem kurzen Shopping Stopp (Mrs. Sippy fand bereits im ersten Shop ca. fünf verschiedene Sorten von KitKat’s), warteten wir am Gate auf den Abflug in Richtung Heimat. Wir liessen uns Zeit beim Boarding. Denn es war spannender die Anstehenden zu beobachten 🙂 . Man konnte nämlich gut erkennen, wer schon den japanischen Anstehmechanismus beherrschte und wer nur kurz in Japan war. Ein Haufen stand nämlich völlig unkontrolliert herum und es ging nur langsam vorwärts. Wogegen die Reihe mit den geübten Einstehenden zügig boarden konnte.

Im Flieger liessen wir unsere Reise ins Land der aufgehenden Sonne nochmals Revue passieren. Es war wohl das erste Mal in unserer gesamten Reisezeit, in der wir irgendwie auch wieder froh waren, nach Hause zu fliegen. Wir waren fasziniert von diesem Land, aber irgendwie auch müde. Aber vielleicht müssen wir die vielen Eindrücke in kurzer Zeit auch zuerst auf uns wirken lassen.

Der zwölfstündige Flug verging dank diverser Mahlzeiten und guten Filmen schnell vorbei. Zuhause angekommen, gab es für Mrs. Sippy einen riesengrossen Topf mit Älplermaggeronen – dass musste sein 🙂

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