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Im Land der aufgehenden Sonne

von mrandmrssippy

Hurra es ist endlich soweit – die fünfte Etappe unserer Hochzeitsreise steht vor der Tür. Nach Island, Zanzibar, Hawai’i, Patagonien/Antarktis verschlägt es uns am 08. Juni 2019 zum ersten Mal nach Asien. Genauer gesagt nach Japan.

Unsere Vorbereitungen

Nach unserer Patagonienreise sassen wir also vor der Landkarte von Japan. Hmmm… Die Städte klingen alle sehr verheissungsvoll und den einen oder anderen kleineren Ortsnamen hatten wir auch schon einmal gehört. Wir haben zwei Wochen Zeit – eigentlich nicht so viel um diese grosse Insel zu erkunden. Früh trafen wir deshalb die Entscheidung, dass wir dieses Mal auf unser Bauchgefühl und diverse Tipps von Bekannten hören und die Grossstädte so gut wie möglich auslassen und ein möglichst traditionelles und ursprüngliches Japan erleben möchten. Auch die Reisezeit stand zur Debatte. Im März blühen die wunderschönen rosa-weissen Kirschblüten – was aber auch viel mehr Touristen und höhere Preise bedeutet. Also weshalb nicht im Juni – mitten in die vierwöchige Regenzeit 🙂 ? Günstiger, weniger Leute, spannendere Lichtsituationen zum Fotografieren und wasserfest sind wir ja schliesslich auch.

Anschliessend mussten wir uns für ein Fortbewegungsmittel entscheiden. Auch da war schnell klar: Nicht nur die Flugrichtung, sondern auch die Reiseart wird wieder etwas ganz Neues sein. Das Zugsystem soll in Japan ausserordentlich gut sein und deshalb haben wir uns für einen Japan Railpass entschieden. Mit diesem Pass können alle Züge der Japan-Railway-Gesellschaft genutzt werden. Dazu gehören auch die bekannten Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen. Der Pass war im Internet schnell bestellt und der Voucher zur Einlösung am Flughafen kam zwei Tage später mit der Post an.

Gut die Grundsatzentscheidungen und das Fortbewegungsmittel standen fest. Nun mussten wir uns für eine detaillierte Reiseroute entscheiden. Nach vielen Stunden mit Google stand diese endlich fest. Bei der Feinplanung war ebenfalls das Internet sehr hilfreich. Unsere grösste Sorge galt der japanischen Sprache und dem komplexen Schriftsystem – gerade abseits der Grossstädte wird kaum Englisch gesprochen. Viele Apps wurden getestet und ein mobiles Pocket-WiFi gemietet. So sollte die Sprachbarriere keine mehr sein – soviel zur Theorie 🙂 .

Wieder einmal wird uns viel Neues erwarten. Unsere liebgewonnen Backpacks aus Patagonien werden aber wieder dabei sein 🙂 . Wir sind gespannt was uns in Asien im Land der aufgehenden Sonne erwarten wird. Wir freuen uns endlich wieder unsere Rucksäcke zu packen und in ein neues Abenteuer zu starten.

Unsere Destination

Für unsere erste Reise auf den asiatischen Kontinent reisen wir nach Japan – ins Land der aufgehenden Sonne. Wir haben schon viele Geschichten und Berichte über diesen Inselstaat gehört und sind neugierig auf die uralte japanische Kultur und die malerischen Landschaften.  

Japan besteht aus 6’852 Inseln und ist damit flächenmässig der viertgrösste Inselstaat der Welt. Hauptstadt ist die Megacity Tokyo. Mit rund 9.5 Millionen Einwohnern auch bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Die Metropolregion Tokyo-Yokohama ist mit rund 38 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Region der Welt. Diese Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

Japan zählt 265 als potenziell aktiv eingestufte Vulkane, 40 davon liegen auf dem pazifischen Feuerring, welchen wir schon aus Hawai’i bestens kennen – offenbar brauchen wir irgendwie diesen Nervenkitzel 🙂 . Die indirekten Nachbarstaaten sind im Norden Russland, im Westen Nord- und Südkorea und im Südwesten Taiwan und China. Im Osten erstreckt sich der weite pazifische Ozean bis nach Amerika.

Das Klima auf der sichelförmigen Insel ist sehr unterschiedlich. So kann es im Norden Schnee geben und im Süden an den schönen Stränden herrscht subtropisches Klima. Mit Taifunen muss vorallem im September gerechnet werden. Auch Erdbeben sind in Japan keine Seltenheit. So liegt Japan an der geologischen Bruchzone von vier tektonischen Platten.

Die Geschichte Japans beginnt sehr früh ca. im 5. Jahrhundert. Es stand stark unter dem Einfluss des chinesischen Kaiserreichs. Im 16. Jahrhundert kam Japan bereits mit dem Westen in Verbindung und entwickelte sich zur Grossmacht. Seit 1947 ist Japan zwar eine parlamentarische Demokratie, dennoch ist der Kaiser gemäss Gesetz das „Symbol des Staates und der Einheit des Volkes“. Rechtlich gilt er nicht als Staatsoberhaupt, denn die souveräne Macht liegt allein beim Volk. Nach der Absetzung des chinesischen Kaisers (1911) und des deutschen Kaisers (1918) ist der japanische Kaiser heute der letzte seiner Art.

Im zweiten Weltkrieg nahm Japan eine tragende Rolle ein. Der Pazifikkrieg, welcher in Ostasien und im pazifischen Raum stattfand, begann am 7. Juli 1937. Dabei begann die japanische Regierung mit dem Widerstand gegen China. Am 7. Dezember 1941 griff die japanische Armee die amerikanische Pazifikflotte in Pearl Harbor an (siehe auch Hawai’i), was zum Kriegseintritt der USA in den zweiten Weltkrieg führte.

Der für alle Seiten zermürbende Krieg fand am 6. August 1945 seinen traurigen Höhepunkt, als amerikanische Bomber die erste Atombombe auf Hiroshima und am 9. August die zweite über Nagasaki abwarfen. Sechs Tage später verkündete der japanische Kaiser die Kapitulation. Diese wurde schliesslich am 2. September 1945 in der Bucht von Tokyo auf der USS Missouri unterzeichnet. Für uns schliesst sich hier ein Kreis, denn genau dieses symbolträchtige Schiff steht heute in Hawai’i.

Unser Reiseprogramm

Am Samstag, 8. Juni 2019 fliegen wir nach Tokyo. Nach einem rund 12-stündigen Direktflug werden wir am nächsten Tag morgens um 07:50 Uhr landen. Die Zeitverschiebung wird für ein erstes Mal in die andere Richtung laufen 🙂 . Wir hoffen das uns schönes Wetter erwartet und die Regenzeit noch ein wenig auf sich warten lässt.

Wir werden dann in eineinhalb Tagen die Millionenhauptstadt erkunden und haben uns ein paar Highlights ausgesucht, die wir unbedingt besichtigen möchten.

Nun schnell raus aus dem Grossstadtgewusel 🙂 . Am 11. Juni 2019 fahren wir zum ersten Mal mit rund 300 km/h im Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug) nach Hakone. Dort erhoffen wir uns einen malerischen Ausblick auf den Vulkan Mount Fuji, welcher mit rund 3’800 Metern auch als höchster Berg des Landes gilt. Hakone gilt als Ausflugsort und wäre auch in einem Tagesausflug zu machen. Wir wollen die Gegend jedoch in Ruhe erkunden und lassen uns dafür zwei Tage Zeit.

Anschliessend geht es weiter an den Fuss der japanischen Alpen. In Takayama und Kanazawa möchten wir das ursprüngliche Japan entdecken und wer weiss, vielleicht sehen wir sogar noch die letzten Samurais. In Takayama werden wir zudem in einer typischen japanischen Unterkunft, einem Ryokan, übernachten.

Am 16. Juni reisen wir mit dem Zug in fünf Stunden nach Hiroshima. Wir wollten es uns nicht nehmen lassen, ein wenig Zeitgeschichte mitzunehmen. Am nächsten Tag geht es bereits ein wenig weiter auf eine Insel direkt vor Hiroshima nach Miyajima. Diese Ortschaft ist bekannt für ihren Schrein. Weil wir auch die Abendstimmung geniessen möchten, haben wir uns entschieden nicht am gleichen Tag wieder zurück zu fahren, sondern die Nacht auf der Insel zu verbringen. Wir haben dafür ein süsses kleines Gasthaus gefunden.

Am nächsten Morgen reisen wir ins kulturelle Kyoto. Dort werden wir für fünf Tage bleiben und die Bambuswälder, Tempel, Schreine und eine Rehinsel erkunden.

Am Samstag, 22. Juni geht es dann spätabends zurück mit dem Shinkansen nach Tokyo wo wir in der Nähe des Flughafens übernachten werden. Denn bereits frühmorgens müssen wir wieder den Heimflug antreten.

Wie geht’s weiter?

Für diejenigen die uns auf unserer Reise begleiten möchten, stellen wir hier wieder Reiseberichte und Fotos online. Wer unsere bisherigen Abenteuer etwas verfolgt hat, weiss, dass wir in der Regel im Zweitages-Rhythmus unsere Berichte und Fotos veröffentlichen. Am besten unseren Blog abonnieren und ihr werdet per Mail über neue Beiträge informiert. Oder noch besser: Unsere Facebookseite liken und uns auf Instagram folgen.

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