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Auf den Pfaden der Inkas

von mrandmrssippy

Unser nächstes Abenteuer nach IslandZanzibarHawai’iPatagonien/Antarktis und Japan führt uns wieder nach Südamerika – Peru! Lesende der ersten Stunde werden sich nun verwundert fragen „Peru? Wie jetzt? Stand nicht Neuseeland auf dem Programm?“. Korrekt – als wir unsere Reisen vor zwei Jahren planten war in unserem Video tatsächlich von Neuseeland die Rede. Pläne ändern sich wie das Leben auch. Wir mussten uns eingestehen, dass drei Wochen eine sehr knappe Zeit sind um ein Land wie Neuseeland ausgiebig und gebührend zu erkunden. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben – Neuseeland ist inzwischen Bestandteil eines anderen Projektes. Dazu zu gegebener Zeit mehr… 🙂

Unsere Vorbereitungen

Die südamerikanischen Hochkulturen üben seit langer Zeit eine grosse Faszination auf uns aus. Als wir 14 Jahre alt waren, schrieben wir nach einem Schulreferat zum Thema Inkas auf unsere Bucketlist: „Sich in der Ruinenstadt Machu Picchu ins Gras setzen und einfach nur still sein und staunen“. Zudem haben wir uns auf unserer letztjährigen Patagonienreise in den südamerikanischen Kontinent verliebt.

Ziemlich schnell war klar, dass wir Peru mit unseren geliebten Rucksäcken und öffentlichen Bussen bereisen. Das hatte sich in Chile und Argentinien ziemlich gut bewährt. Da für uns wieder eine längere Wanderung auf dem Programm stand, nutzten wir unsere Erfahrungen vom letztjährigen W-Trek und optimierten unser Gepäck entsprechend. Noch weniger und noch leichter war die Devise. Ebenfalls feilten wir nach dem beinahe Desaster im Wäschesalon in Chile noch ein wenig an unseren rudimentären Spanischkenntnissen 🙂 .

Auch auf unserem Blog waren wir nicht ganz untätig. Wir haben an unserem Theme zahlreiche Updates vorgenommen, das Layout angepasst, Schriftarten vereinheitlicht und die Fotogalerien optimiert. Unser kleines Highlight ist die neue Weltkarte mit unseren Entdeckungen, welche sich nun endlich auch in unserem CI-konformen „mrandmrssippy-grün“ zeigt und direkt auf die entsprechenden Blogbeiträge verlinkt 🙂 .

Zudem durften wir im Sommer bei unseren Blogger-Kollegen von Komm wir machen das einfach! als Reisereporter über unser Antarktis-Abenteuer berichten. Den entsprechenden Beitrag findet ihr hier. Vielen Dank nochmals für diese Gelegenheit!

Unsere Destination

Das Reich der Inkas entstand ab dem 12. Jahrhundert. Die Hochkultur war die am weitesten entwickelte indigene Zivilisation und bildete ein riesiges Imperium mit einer Ausdehnung von über 5’000km. Es endete im Jahr 1532 mit der Gefangennahme des letzten Inka-Herrschers Atahualpa durch den spanischen Eroberer Francisco Pizarro und wurde nun für drei Jahrhunderte zum Zentrum der spanischen Kolonialherrschaft und Rohstoffausbeute. Zahlreiche Indianeraufstände wurde während dieser Zeit von den spanischen Truppen blutig niedergeschlagen.

Im Jahr 1821 erkämpfte sich Peru als letztes Land Südamerikas schliesslich die Unabhängigkeit von Spanien. Die heutige Republik Peru ist das drittgrösste Land in Südamerika. Es grenzt an Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile. Von den rund 30 Millionen Einwohnern lebt etwa ein Drittel in der Haupstadt Lima. Als offizielle Landessprache gilt spanisch. Die indigene Landbevölkerung spricht jedoch bis heute vorwiegend Quechua und Aymara.

In Peru finden sich verschiedene Klimazonen vor – unter anderem die wunderschöne Pazifikküste, das mächtige Anden-Hochland und das mystische Amazonas-Becken. Dadurch gilt Peru auch als eines der Länder mit der grössten Biodiversität auf der Welt. Hier leben zum Beispiel Gürteltiere, Alligatoren, Jaguare, Andenkondore und vor allem die knuddeligen Lamas und Alpakas 🙂 .

Unser Reiseprogramm

Unsere Trekkingrucksäcke sind gepackt und der lang ersehnte Tag ist endlich da. Am Samstag, 7. Dezember 2019 um 07:30 Uhr starten wir in unser nächstes Abenteuer. Mit Iberia Airlines fliegen wir zuerst von Zürich nach Madrid und von da an weiter in die peruanische Hauptstadt Lima. Dank der sechs stündigen Zeitverschiebung kommen wir nach einer rund achtzehn stündigen Reise noch am gleichen Tag abends in Peru an. Die Wetterprognosen scheinen gut und wir freuen uns nach dem kalten Winterwetter der letzten Tage auf angenehme 23 – 25 Grad.

Bereits nach einer Nacht in Lima steigen wir am Sonntag in den Peru Hop Bus in Richtung Paracas. Wir haben uns für diesen „Touristenbus“ aufgrund der Sicherheitsaspekte und der tollen Route entschieden. Paracas ist eine kleine Hafenstadt inmitten eines Naturreservats. Wir werden dort mit einem kleinen Boot die Islas Ballestas (auch Galapagos für Arme genannt) und die Wüstenlandschaft mit ihren Steinklippen erkunden.

Bereits am Abend geht die Reise weiter in das Oasenstädtchen Huacachina. Dieses befindet sich an einer Lagune mitten in der peruanischen Wüste und ist von bis zu hundert Meter hohen Sanddünen umgeben. Am nächsten Tag erwartet uns bereits ein weiteres Highlight. Wir fahren weiter nach Nazca um dort aus einem kleinen Propellerflugzeug die weltberühmten Nazca-Linien aus der Luft zu bestaunen– das Stugeron ist bereits eingepackt 🙂 . Da das Städtchen Nazca aber ansonsten nicht sonderlich viel zu bieten hat, werden wir am gleichen Tag nach Arequipa weiterreisen. Dort beziehen wir für zwei Nächte unser Lager. Denn hier ist früh aufstehen angesagt. Um 03:00 Uhr starten wir zu einer Tour in den Colca Canyon. Der eindrückliche Canyon zählt zu den tiefsten Schluchten der Welt. Wir hoffen nach Patagonien hier dem Andenkondor, dem König der Lüfte nochmals zu begegnen.

Am darauf folgenden Tag geht es ziemlich früh wieder los mit dem Peru Hop Bus nach Puno. Die Stadt liegt direkt am Titicaca See. In diesem höchst gelegenen See der Welt (rund 3’800m über Meer) liegen die „schwimmenden Inseln“ der Urus. Dieses indigene Volk lebt auf den Inseln, welche sie aus getrocknetem Schilf herstellen. Wir dürfen eine Familie besuchen und verbringen die Nacht auf einer dieser speziellen Inseln.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag werden wir im Bus verbringen um früh morgens im bergländischen Cusco, der Hauptstadt des einstigen Inkareiches, einzutreffen. Hier werden wir drei Tage zur freien Verfügung haben. Wir wollen die Tage ruhig angehen. Einerseits ist das Ziel sich langsam an die Höhe zu gewöhnen (auch Cusco liegt auf rund 3’400m über Meer) und andererseits möchten wir uns noch ein wenig erholen. Denn am 18. Dezember startet das grosse Highlight unserer Tour. Wir werden in sieben Tagen auf dem Salkantay-/Inkatrail bis zum Machu Picchu wandern. Die sagenumwobene Stadt in den Bergen ist UNESCO Weltkulturerbe und eines der sieben Weltwunder.

Der Trek wird als schwierig eingestuft- wir haben jedoch mit Alpaca Expeditions einen grossartigen Touranbieter gefunden und werden die Wanderung hoffentlich gut meistern. Übernachtet wird im Zelt. Kulinarisch werden wir jedoch von einem Koch verwöhnt, welcher unsere Reisegruppe mit seinem Kochzelt begleitet. Wir werden dabei durch drei verschiedene Klimazonen wandern und dabei mehrere Pässe überwinden müssen. Eine Herausforderung wird sicher der rund 5’200m hohe Salkantay Pass. Wir sind gespannt wie unsere Körper auf die Anstrengungen in einer solchen Höhe reagieren. Am letzten Tag werden wir dann nachts loslaufen um pünktlich zum Sonnenaufgang am 24. Dezember beim Sonnentor in Machu Picchu zu sein. Für uns wird an diesem Heiligabend ein Traum in Erfüllung gehen.

Nach diesen Strapazen haben wir in weiser Voraussicht für die nächsten Tage ein wenig Erholung eingeplant. Wieder zurück in Cusco fliegen wir direkt weiter nach Puerto Maldonado. Hier werden wir dreieinhalb Tage den peruanischen Amazonas-Regenwald erkunden. Unser Quartier beziehen wir in einer Dschungel-Lodge und wir sind sehr gespannt, was uns alles für exotische Tiere über den Weg laufen werden. Mr. Sippy freut sich schon auf die achtbeinigen Krabbeltiere…

Am 29. Dezember fliegen wir schliesslich von Lima wieder zurück nach Hause, so dass wir nach einem verpassten Weihnachtsfest pünktlich zum Jahreswechsel wieder zu Hause bei Familie und Freunden sind.

Wie geht’s weiter?

Für diejenigen die uns auf unserer Reise begleiten möchten, stellen wir hier wieder Reiseberichte und Fotos online. Wer unsere bisherigen Abenteuer etwas verfolgt hat, weiss, dass wir in der Regel im Zweitages-Rhythmus unsere Berichte und Fotos veröffentlichen. Am besten unseren Blog abonnieren und ihr werdet per Mail über neue Beiträge informiert. Oder noch besser: Unsere Facebookseite liken und uns auf Instagram folgen.

Hier gehts zum Reisebericht!

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