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Der weisse Kontinent

von mrandmrssippy

Tag 7, Sonntag, 02. Dezember 2018 – Pinguine, überall Pinguine

Wir sind endlich da und es ist unglaublich! Wir kriegen nicht genug von diesem traumhaften Anblick! Aber nun von Anfang an:

Ben, unser Expeditionsleiter, kündigte am Vorabend an, dass wir um Mitternacht die Drake Passage überstanden hätten. Wir waren nun im Antarktischen Meer. Endlich fertig mit „motion from the ocean“ 🙂 . Zu diesem Zeitpunkt waren auch schon die ersten Eisberge der südlichen Shetlandinseln zu sehen. Mr. Sippy blieb bis etwa 01:00 Uhr wach und weckte aufgeregt Mrs. Sippy als die ersten weissen Fleckchen im schwarzen Ozean zu sehen waren. Wow! Tatsächlich, Eis und obwohl es schon nach Mitternacht war, konnte man dieses gut erkennen, es war nämlich noch nicht ganz dunkel. Da es immer noch stark windete, war auch heute nicht an eine ruhige Nacht zu denken, der Ozean liess sich immer noch spüren. Aber zum Schaukeln des Schiffes liess es sich dennoch wunderbar einschlafen.

Nach dem wunderbaren Frühstück ging es morgens schon bald los. Wir durften Yankee Harbour erkunden. Yankee Harbour liegt am Gletscher Buff und an der südwestlichen Seite der Greenwich Island. Die Bucht ist von einem geschwungenen Stein- und Kiesstrand umgeben. Sie wurde bereits um 1820 von englischen und amerikanischen Seglern entdeckt. Oberhalb des Strandes brüten ungefähr 4000 Paare Eselspinguine (engl. Gentoo Penguin – mann, sind die deutschen Bezeichnungen der Tiere doof 🙂 ). Mit etwas Glück ruhen sich am Strand Weddellrobben und südliche See-Elefanten aus.

Die genauen Anweisungen und Abläufe wurden uns am Vortrag eingetrichtert: In der Kajüte wetterfest bereit machen inkl. Antarktis-Gummistiefel und Schwimmweste. Sobald die Ansage zum „disembarking“ durch die Lautsprecher dröhnt, kann man sich zum Deck 2 aufmachen und dort vor der Zodiac Station warten.

Es durften jeweils 10 Personen pro Zodiac an Land. Wie wir so sind, standen wir überpünktlich am Treffpunkt und konnten uns einen Platz im ersten Zodiac ergattern. Bevor wir in die Zodiacs durften, wurden die Schwimmwesten überprüft, die Gummistiefel desinfisziert und wir mussten die Kabinennummer angegeben (dies zur Kontrolle, wer alles das Schiff verliess). Die junge Dame vor uns entschied sich schlussendlich doch noch ihre Gucci Handtasche wieder in der Kajüte zu verstauen. Wir und die Crew konnten uns ein Schmunzel nicht verkneifen. Mit dem sicheren Seemannsgriff stiegen wir von der Ocean Nova ins Zodiac.

Der eiskalte Wind peitschte uns um die Nase und wir gruben die Gesichter noch ein wenig weiter in unsere Buffs ein. Was für ein tolles Gefühl. Bereits aus der Ferne sahen wir erste Robben am Ufer. Nach einem kurzen aber wilden Ritt auf den Zodiacs betraten wir zum ersten Mal den weissen Kontinent. Nach fast drei Tagen endlich mal wieder festen Boden unter den Füssen 🙂 . Es war ein unbeschreibliches Gefühl und wie ein Traum. Nach zwei Jahren Vorfreude war es nun endlich soweit.

Kaum aus dem Zodiac gestiegen, wartete rechts von uns bereits die erste Weddellrobe und hob interessiert kurz den Kopf bevor sie gemütlich weiter schlief. In einiger Entfernung watschelten einige Eselspinguine. Wir kniffen uns in den Arm – nein, wir träumen nicht, wir sind tatsächlich da. Das erste Mal Pinguine in ihrer freien Wildbahn zu sehen, zu beobachten wie die kleinen Geschöpfe umherwatscheln und elegant aus dem Wasser auftauchen, war atemberaubend und unbeschreiblich und einige kleine versteckte Freudentränen liefen Mrs. Sippy hinunter.

Nach einem kurzen Briefing an Land, durften wir rund zwei Stunden die kleine Bucht erkunden. Die einzelnen Mitglieder unserer Crew hatten sich bereits an interessanten Orten nahe der Landestelle platziert. Jeder hatte sein studiertes Fachgebiet und gab bereitwillig sein Wissen an uns weiter. So erzählte uns Pablo, dass das Muster auf der Brust der Weddellrobben, wie die Fingerabdrücke eines Menschen, einzigartig seien. Und er motivierte Mr. Sippy die geschossenen Fotos auf einer speziellen Website einzureichen, damit Forscher die Tiere identifizieren und ihre Reisen studieren können.

Daniel, der muntere Veterinärmediziner aus Chile und eine Koryphäe der Pinguin-Forschung, wartete bei der Eselspinguin-Kolonie auf uns. Mr. Penguin, wie wir ihn aufgrund seines Fachgebietes (und ein bisschen wegen seines Aussehens 🙂 ) nennen,  erzählte uns viel Wissenswertes über diese Tiere. Übrigens nach drei Jahren Studium in Hannover in fast perfektem Deutsch.

Hadleigh der schottische Historiker an Bord, stand in der Nähe eines südlichen See-Elefanten. Er erzählte uns, dass Yankee Harbour früher für die Robbenjagd genutzt wurde um die Felle und das wertvolle Fett der Tiere zu gewinnen.

Grundsätzlich durften wir uns auf Yankee Harbour frei bewegen. Rote Fahnen markierten dabei Grenzen, die aus Sicherheits- und Tierschutzgründen eingehalten werden mussten. Bei unserem Streifzug gaben die Tiere jedoch immer den Takt vor. Wenn ein Pinguin unseren Weg kreuzte, blieben wir stehen und gaben den Tieren den Vortritt und den nötigen Freiraum. Immer mit einem Mindestabstand von fünf Metern. Auf diese einfachen Verhaltensregeln legte die Crew (richtigerweise) grossen Wert und so wurden sie von uns Besuchern auch konsequent eingehalten. Dass man die Tiere dabei nicht füttert oder anfasst, versteht sich von selber.

Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. In der Pinguin-Kolonie watschelten hunderte Tiere gemütlich umher oder brüteten ruhig in ihren Nestern aus Steinen. Die Einhaltung der „fünf Meter Regel“ war dabei nicht immer ganz einfach, da vereinzelte Tiere ohne grosse Scheu auf uns zu spazierten.

Die Zeit verging wie im Fluge. Es war so toll. Nach rund zwei Stunden mussten wir uns leider schon von Yankee Harbour verabschieden und wir bestiegen das letzte Zodiac zurück zur Ocean Nova. Wir hatten trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und eiskaltem Wind, dank Zwiebelprinzip und richtiger Kleidung (Transa Personal Shopping sei Dank!) nicht einmal kalt und unsere Füsse blieben in den Gummistiefeln dank Wärmepads ebenfalls schön warm.

Nach einer kurzen Fahrt im Zodiac stand wieder eine genau definierte Prozedur an: mit dem Seemannsgriff hinaus, Stiefel desinfizieren und an einer grossen Bürste gründlich reinigen, Namen und Kabinennummer angeben (um sicht wieder zurückzumelden) und dann heisse Schoggi in Empfang nehmen 🙂 . Zurück in unserer Kajüte waren wir völlig aus dem Häuschen vor Freude. Und dies war erst das Morgenprogramm.

Während dem Mittagessen steuerte unser Kapitän das Ziel für den Nachmittag an: die Half Moon Island. Diese kleine Insel liegt zwischen Livingston und Greenwich Island. Sie ist nur gerade 2km lang und beherbergt ungefähr 3300 brütende Zügelpinguin (engl. Chinstrap Penguin) Paare.

Inzwischen schneite es – und wie… Die Crew Mitglieder nannten es richtiges antarktisches Wetter. Nichtsdestotrotz durften wir wieder mit der gleichen Prozedur in das erste Zodiac steigen. Die wiederum kurze Fahrt war nass (sogar sehr nass 🙂 ).  Doch schon bei der Landung war dies bereits wieder vergessen. Wir hatten rund zweieinhalb Stunden Zeit die Insel zu erkunden. Unzählige Zügelpinguine tummelten sich am Strand. Die riesigen Schneeflocken perlten an ihren glänzenden Körpern einfach so ab. Es war laut und stinkig (das muss man auch gesagt haben: Sie sind zwar süss, aber stinken wirklich gewaltig).

Ein Pfad führte durch tiefen Schnee steil die Insel hinauf. Es war gar nicht so einfach im Schnee und in den grossen Gummistiefeln den richtigen Halt zu finden. Dennoch kamen wir zügig voran und konnten von oben die Insel überblicken. Überall sahen wir brütende Pinguine. Zuerst galt es den „Penguin Highway“ zu überqueren. Die Pinguine haben eine festgelegte Route wie sie von unten nach oben kommen und gehen immer den selben Weg. Bevor wir diesen Weg queren konnten, mussten wir also abwarten bis keiner der Pinguine vorbei watschelte.  Da kann man manchmal ganz schön lange warten wenn ein kleiner tollpatschiger Pinguin seinen Weg nach oben geht (nach dem Motto einen Schritt vorwärts und zwei wieder zurück).  So funktioniert Kreuzverkehr in der Antarktis 🙂 .

Das Treiben war jedoch so lustig und die Wartezeit damit kurzweilig. Nach dem Penguin Highway ging es auf der anderen Seite wieder hinab zu einem weiteren Strand. Unten angekommen, rief plötzlich ein weiterer Mitreisender laut: Orca’s! Und tatsächlich sahen wir in weiter ferne die Rückenflosse des wunderschönes Walfisches. Wow, ein weiterer Traum ging in Erfüllung. Nun haben wir sogar einen Orca gesehen. Leider nur kurz und aus ziemlicher Entfernung – aber wir gehörten zu den paar wenigen Passagieren, die einen kurzen Blick auf den Killerwal werfen durften. Was für ein Glück! Wir warteten noch einige Minuten und beobachteten das Meer, doch der Wal war inzwischen auf und davon. Futter wäre hier sicher genug vorhanden – irgendwie waren wir froh, nicht mit ansehen zu müssen, wie ein mächtiger Orca einen süssen Pinguin verspeist 🙂 .

Es ging ein Stück weiter vom Strand entfernt wieder nach oben. Mr. Penguin wartete dort auf uns. Er hatte einen alten Bekannten entdeckt: den Goldschopfpinguin (engl. Macaroni Penguin) namens Kevin 🙂 . Dieser kleine Kerl mit den goldenen Federn auf der Stirn verlor seine Kameraden und hatte nun bei den Zügelpinguinen auf Half Moon Island Unterschlupf gefunden.

Durch ein Schnee- resp. Eisfeld ging es wieder hinunter und den Weg zurück wo wir herkamen. Es schneite unterdessen immer stärker und der antarktische Wind wurde immer heftiger. Die Crew wurde leicht angespannt und verfrachtete alle Passagiere auf die Zodiacs. Diese fuhren so schnell wie es die raue See zuliess zurück zur Ocean Nova.

Wir zogen uns in der Kajüte kurz um und holten uns eine heisse Schoggi in der Panoramalounge. Dieser Aufenthaltsraum ist – bei ruhigem Seegang 🙂 – der perfekte Ort um zu verweilen und nach Albatrossen oder Walen zu spotten. Hier konnten wir uns rund um die Uhr an Tee, Kaffee, heisser Schoggi und Suppe bedienen. Hier fand man auch immer kostenlose Snacks wie Chips und Nüssli, am Nachmittag diverses süsses und vor dem Abendessen Apero-Gebäck. Wir wurden also gut umsorgt.

Kurz vor 19:00 Uhr war bereits das tägliche Recap & Plan angesagt. Wir liessen den langen und überwältigenden Tag nochmals mit der Crew Revue passieren. Da es leider bereits der letzte Abend an Bord war, wurden sämtliche Crew Mitglieder verdankt und unser Kapitän erntete für seine lustige Rede einige Lacher. Bei diesem Prozedere wurde nochmals bewusst, dass die ganze Crew an Bord wie eine grosse Familie wirkt. Der Kapitän gab zur Feier des Tages eine Runde Champagner aus und bei nochmals heftigem Seegang wurde auf den ereignisreichen Tag angestossen. Schliesslich folgte ein krönendes Abschlussdiner.

Teil der Crew war auch eine professionelle Fotografin, welche die ganze Reise bildlich festgehalten hatte. Diese Bilder wurden am Abend im Rahmen einer Präsentation gezeigt. Es war berührend die ganze Reise und all die Eindrücke nochmals durchzugehen. So langsam machte sich Wehmut über das Ende der Reise breit.

Die meisten Passagiere blieben nach der Präsentation in der Panoramalounge und wir genossen alle zusammen die letzten Stunden an Bord. In der Ecke stand eine Gitarre zur freien Nutzung und ein Gast liess es sich nicht nehmen um ein paar Gassenhauer zu spielen. Die übrigen Gäste und die Crew sangen natürlich kräftig mit. Irgendwann schien das Repertoire zu Ende und aus einem Jux wurden Weihnachtslieder angestimmt („es ist ja schliesslich Advent“). Es war einfach grossartig und wir hatten Gänsehaut. Diese Erinnerung werden wir wohl immer in uns tragen und jedesmal wenn wir „Jingle Bells“ hören, an diesen einen Moment auf dem kleinen Schiff mitten im antarktischen Ozean denken.

Wir gingen spät ins Bett. Wir wollten das Antarktis Abenteuer irgendwie noch nicht ganz abschliessen. Irgendwann sind uns jedoch die Augen zu gefallen. Vermutlich haben wir in dieser Nacht von Pinguinen geträumt 🙂 .

Tag 8, Montag, 03. Dezember 2018 – Farewell to Antarctica

Leider neigte sich unser Antarktis Abenteuer bereits wieder dem Ende zu und heute war Abschiedstag. Und wie es so auf hoher See und in unberechenbaren  Klimazonen ist, stand das Programm des heutigen Tages noch nicht definitiv fest. Beim  Briefing am Vorabend erhielten wir bloss die Info, dass um 07:30 Uhr das Frühstück bereit steht und dass wir irgendwann morgens bei der Frei Station von Bord gehen. Die Basis benannt nach dem Präsident Eduardo Frei Montalva begann 1969 als meteorologisches Zentrum zu arbeiten und ist heute die wichtigste chilenische Antarktisbasis. Sie liegt auf der Halbinsel Fildes, im Westen von King George Island, nur 200m von der russischen Antarktisstation Bellingshausen entfernt. Sie verfügt über eine 1300m lange Landebahn (Teniente Rodolfo Marsh Martin Airport). Dieser einzige „öffentliche“ Flughafen der Antarktis, dient diversen Forschungsstation der Region, wie Great Wall (Volksrepublik China), General Artigas (Uruguay), König Sejong (Republik Korea), Jubany (Argentinien), Commandante Ferraz (Brasilien), Henryk Arctowski (Polen) und Machu Picchu (Peru) als Logistikbasis. Zudem werden von hier Personenflüge nach Punta Arenas (Chile) im Rahmen von Antarktisexpeditionen durchgeführt. Auch wir nutzen diesen Flughafen um wieder auf das Festland zu fliegen, damit uns die stürmische Drake Passage diesmal erspart bleibt 🙂 . 

Zum Glück hatten wir bereits am Vorabend alles gepackt – denn unser Wecker ging nicht los, da wir nachts irgendein Handysignal der Frei Station erhielten, welches unsere Handyuhren um 12 Stunden verschoben hat. Als um 07:15 Uhr Ben mit seinem Wake-Up Call durch das Schiff dröhnte, erschraken wir also ziemlich.

Wir waren dennoch so mehr oder weniger südamerikanisch pünktlich beim Frühstück. Es herrschte schon ziemliche Aufbruchstimmung und es war nicht mehr so gemütlich wie die Tage zuvor. Die Ocean Nova begrüsste bereits am Nachmittag die neuen „Antarctica Explorers“ und so gaben wir unsere Kajüte nach dem Frühstück ab.

Unsere restliche Zeit an Bord konnten wir gemütlich in der Panoramalounge verbringen und nochmals die Aussicht auf die King George Island geniessen. Ben gab bald schon die Durchsage, dass die „Entdeckungsfreudigen“ bereits um 09:30 Uhr mit den Zodiacs ausschiffen können und so die russische Forschungsstation Bellingshausen erkunden dürfen. Diejenigen, welche lieber auf dem Schiff bleiben möchten, durften dies noch bis 10:30 Uhr geniessen.

Wir entschieden uns natürlich für die Vorhut und so zogen wir unsere Antarktisstiefel, vier Schichten Kleidung und die Schwimmweste ein letztes Mal an. Wir waren bereit und sahen aus wie der Michelin-Mann, als die Durchsage folgte, dass unser Flug sich wegen des starken Windes um etwa eine Stunde verspätet… Wir durften es uns also noch ein weniger länger auf dem Schiff gemütlich machen.  So ist das halt in der Antarktis 🙂 .

Und so konnten wir schliesslich tatsächlich eine Stunde später wieder im Deck 2 in die Zodiacs steigen. Uns wurde bereits beim Warten mitgeteilt, dass es sehr stark windet und wir sicherlich nass werden würden. Nach der Ankunft am Ufer der Station Bellingshausen durfte der russische „Souvenirshop“ der Station besucht werden. In einem alten Schiffscontainer verkaufte ein russischer Forscher (wir vermuten als irgendeine Strafarbeit 🙂 ) ein paar wenige Postkarten und Landkarten der Gegend. Das Highlight wartete jedoch in einer Ecke des schmalen Containers – ein Stempel der russischen Forschungsstation für unseren Reisepass 🙂 .

Nebst der ganzen Infrastruktur für die Forschung bauten die Russen hier eine kleine orthodoxe Kirche. Diese knallgelbe Religionsstätte thront erhöht auf einem Hügel und war sehr charmant. Mrs. Sippy liess es sich nicht nehmen in der Antarktis ein Kerzchen anzuzünden.

Als wir wieder unten am Strand ankamen, flog über uns plötzlich ein Pinguin. Richtig gelesen, in der Antarktis können Pinguine fliegen 🙂 . Nein, nicht ganz, aber unser Flugzeug war dementsprechend angemalt und so sah es doch tatsächlich aus, als würde ein Macaroni Penguin über uns fliegen (einfach ein wenig grösser 🙂 ).

Vom Strand mussten wir etwa 15 Minuten zum „Flughafen“ resp. Rollfeld spazieren. Dort angekommen, stiegen auch schon die nächsten Passagiere der Ocean Nova aus der Maschine und so warteten wir neben dem steinigen und beunruhigend kurzen Rollfeld (ein Terminal oder eine Abflughalle gibt es hier natürlich nicht). Da der Wind immer noch sehr heftig blies, war Mrs. Sippy stark verunsichert ob der Start wohl gut gehen würde und wollte lieber noch einmal die Drake Passage durchqueren statt in den Flieger zu steigen. Aber nichts da, auch sie musste in voller Antarktis-Montur an Bord des fliegenden Macaroni Penguins 🙂 .

Während des rund zwei stündigen Fluges nach Punta Arenas (Chile) wurden grosszügig Sandwiches, Snacks, Desserts und Getränke serviert. Zwei Stunden sind sehr kurz wenn man bedenkt, dass wir mit dem Schiff für die gleiche Strecke zweineinhalb Tage benötigten. In Punta Arenas angekommen, durften wir endlich aus den Antarktisstiefeln und diese abgeben. Das Gepäck liess nicht lange auf sich warten und wir durften nach rund 30 Minuten bereits in den Transferbus steigen.

Dieser brachte uns ins Hotel Cabo de Hornos. Das Hotel ist sehr zentral gelegen und echt schön. Wir gönnten uns deshalb hier noch eine zweite Übernachtung. So haben wir genug Zeit alles zu erledigen und ein wenig auszuspannen. Wie schön doch so eine grosszügige, warme Dusche sein kann – vorallem wenn nichts schaukelt 🙂 .

Da in der Zwischenzeit viel dreckige Wäsche angefallen ist, suchten wir eine Wäscherei. In einem Einkaufszentrum ausserhalb der Stadt wurden wir schliesslich fündig und konnten unsere Wäsche (ca. 5kg) abgeben und morgen Mittag soll sie bereits gewaschen und gebügelt für umgerechnet ca. zwanzig Franken abholbereit sein. Da sind wir ja mal gespannt ob das klappt.

Das Abendessen nahmen wir im Restaurant El Fogón de Lalo ein und genossen unser erstes chilenisches Steak. Ein geniales Restaurant mit offenem Grill und verschiedensten Fleischspezialitäten. Ein Abstecher wert wenn man in Punta Arenas ist. Nicht abschrecken lassen: Das Restaurant ist von aussen nicht beschildert und macht generell nicht so einen einladenden Eindruck 🙂 .

Nach dem üppigen Abendessen fielen wir kurze Zeit später erschöpft aber glücklich ins Bett.

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Und alle die nun auf Fotos aus der Antarktis warten: Es sind zu viele geworden 🙂 . Wir haben uns deshalb entschieden dafür eine separate Galerie zu erstellen. Ihr findet diese unten:

 

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2 Kommentare

Sabine von Ferngeweht 30. April 2019 - 21:36

Hach, Antarktis, ein Traum! Danke für den schönen Bericht. Da wir beruflich bedingt immer nur im Sommer reisen können, werden wir wohl noch lange auf so eine Reise warten müssen …

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mrandmrssippy 2. Mai 2019 - 6:46

Vielen Dank für deinen lieben Kommentar – es war wirklich ein Traum. Aber vielleicht ergibt sich für euch plötzlich mal die Gelegenheit für einen längeren Winterurlaub und dann wisst ihr zumindest schon das Reiseziel 😉

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