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Island: Tipps zur Planung

von mrandmrssippy

Die Faszination Island ist weit verbreitet. Viele Abenteurer durften die Insel aus Feuer und Eis bereits entdecken oder sie steht auf ihrer Wunschliste. Wir können bestätigen, Island ist ein tolles Reiseziel, dass einem völlig in seinen Bann zieht. Für alle Reisende, die sich noch nicht an die Planung gewagt haben, finden in diesem Beitrag vielleicht den letzten Schubser für die definitive Planung 🙂

Informationen sammeln

Island ist inzwischen eine sehr beliebte und viel bereiste Urlaubsdestination. Es existieren viele Blogs, Foren und Internetseiten auf denen man sich gut informieren kann. Es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten auf relativ engem Raum – was unserer Meinung nach eine gute Planung unerlässlich macht. Sämtliche Ausflüge können bequem über das Internet gebucht (siehe dazu Ausflüge Island) und vorab mit Kreditkarte bezahlt werden. Die Isländer haben ein sehr gutes WLAN-Netz und so kann auch immer auf entsprechende Internetseiten während der Reise zurückgegriffen werden. Auch in Sachen Digitalisierung ist Island schon sehr weit und so haben sehr viele Restaurants eine Internetseite und man kann sich vorab über die Speisekarte informieren 🙂

Auch sind die altbekannten Reiseführer nützlich um Informationen und mögliche Ziele auszuerkoren. Oft lesen wir zuerst verschiedene Reiseführer um unsere Highlights zu finden und erstellen dann eine grobe Planung. Anschliessend kann dann die Feinplanung und Ausflüge gestaltet werden.

Natürlich lassen sich Islandreisen auch bequem von einem Reisebüro oder als Bus-Reise buchen. Wir empfehlen jedoch auch in diesem Fall sich mit dem Land und den Sehenswürdigkeiten vorgängig auseinander zu setzen. Ansonsten ist die Gefahr da, dass einem die einwöchige, stressige 0815-Tour aufgedrückt wird, die dann vielleicht die Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Routenplanung

Was uns besonders wichtig erscheint, ist die Routenplanung. In Island gibt es viel zu sehen und so sollte man sich vorab eine Route mit groben Tagesetappen zusammenstellen. Unterwegs kann immer noch von der Route abgewichen werden, wenn man aufgrund des Wetters umplanen muss oder wenn man (wie wir nach zwei Wochen 🙂 ) den einen oder anderen Wasserfall dann plötzlich doch nicht mehr so spannend findet. Wir finden wichtig, dass man sich bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten genug Zeit lässt. Wir fanden es so schade, dass viele Touristen aus dem Bus gehüpft, zur Sehenswürdigkeit gerannt sind (!), diese drängelnd durch ihr Handy oder Tablet fotografiert haben und sofort wieder weiter mussten. Island’s Natur muss man erleben. Island muss man geniessen und auch mal in Ruhe auf sich wirken lassen. Die Natur kann alle 5 Minuten anders erscheinen und bietet soviel mehr als nur ein Foto. So haben wir uns bei der Gletscherlagune Jökulsárlón sehr viel Zeit gelassen und das wechselhafte Eis und die Sonne genossen. Wir haben gelesen und gestaunt und die Natur auf uns wirken lassen. Beinahe im 10-Minuten Takt änderte die Lagune ihr Erscheinungsbild. Dieser Tag war so unglaublich toll. Deshalb legen wir euch ans Herz, auch solche Zeit einzuplanen und Island auf euch wirken zu lassen.

Ob man die Insel im Uhrzeiger oder gegen den Uhrzeiger umrundet, ist eine individuelle Entscheidung und spielt eigentlich keine Rolle. Wir haben uns aus einem Bauchgefühl heraus für den Gegenuhrzeigersinn (von Süden an der Ostküste nach Norden und über Snæfellsnes zurück nach Reykjavik) entschieden und das war für uns genau richtig. Denn wir haben für uns festgestellt, dass uns der Süden wahnsinnig gut gefallen hat und der Norden eher weniger zu bieten hat. So hatten wir genügend Zeit für den Süden und durften dann als Highlight noch die Halbinsel Snæfellsnes entdecken.

Unterwegs ist ein Navi immer hilfreich. In Island ist es aber ziemlich einfach die Ortschaften zu finden, da entlang der Ringstrasse 1 alle Abzweiger gut beschriftet sind. Auf der Ringstrasse selbst kann man sich nicht verfahren, sie geht einfach einmal rundherum um die Insel und ist stets gut ausgeschildert. Es gibt auch verschiedene Apps wie maps.me oder Magic Earth die sich auch für den Offline-Einsatz gut eignen. Mit Google Maps haben wir vorab Sehenswürdigkeiten markiert, welche auch offline abrufbar waren, so haben wir jeweils gesehen, was noch in der Nähe von unserem Standort wäre.

Mietwagen 

Island kann auf verschiedene Wege erkundet werden. Wir haben uns für eine Mietwagenrundreise (selbst geplant) entschieden.  Aus Kostengründen haben wir uns für einen normalen Mietwagen und nicht für einen 4×4 entschieden. Wir raten jedoch unbedingt einen 4×4, wenn man auf eigene Faust Attraktionen oder das Hochland abseits der Ringstrasse besuchen möchte. Die Schlaglöcher und Gravel Roads haben es manchmal doch in sich. Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich auch flexibler (und günstiger) gewesen, wenn wir uns für einen Camper entschieden hätten. Es gibt in Island genug Campingplätze, welche von ca. Juni bis August geöffnet sind.  Wir raten auch zu einer Vollkasko und Asche-/ Sandversicherung. Darin sind Schäden am Auto gedeckt, welche durch Asche, Sand oder Gravel Roads entstehen können. Meist bieten die Mietwagenverleiher diese Versicherung nur vor Ort an und diese kann nicht vorab gebucht werden (meist auch nicht im All-inclusive-Paket dabei). Dieser geringe Aufpreis ist aber aufgrund der Risiken wie starkem Wind, Vulkanasche oder Steinschlägen eine gute Investition. Für die Mietwagenbuchung gibt es viele verschiedene Anbieter (hier lohnt es sich zu vergleichen). Wir buchen sehr gerne unsere Mietwagen  über sunnycars. Hier sind die Versicherungen (mit Ausnahme der Asche-/Sandversicherung), Zusatzfahrer und unbegrenzte Kilometer inklusive. Im Schadenfall erhält man unkompliziert den geleisteten Selbstbehalt zurück.

Übernachtungen

Übernachtet haben wir in Hotels und Gasthäusern. Je nach Lage und Angebot zeigten sich bei den Preisen pro Übernachtung erhebliche Unterschiede (von ca. 80 CHF bis zu 400 CHF für 2 Personen ohne Frühstück). Es ist dabei anzumerken, dass unsere teuerste Übernachtung (ein Hotel in der Nähe der Gletscherlagune) auch die Schlechteste war. Dagegen überraschte uns die Übernachtung in einer Herberge für rund 80 CHF und Gemeinschaftsdusche sehr positiv. Es lohnt sich die Unterkünfte möglichst früh zu reservieren, da im Sommer (Hauptsaison) viele Hotels und preiswerte Zimmer schon früh ausgebucht sind (oftmals sind auch nicht viele Zimmer vorhanden, so ist es nur logisch, dass diese schnell ausgebucht sind).

Wir haben unsere Hotels über eine Buchungsplattform gebucht. Wir haben eine Karte von Island ausgedruckt, die Highlights darauf markiert und die zufahrenden Kilometer mit Google Maps berechnet. So erkennt man schnell wo eine Übernachtung angemessen ist. Auf der Buchungsplattform gibt man den Ort ein und erhält die umliegenden Übernachtungsmöglichkeiten. Die möglichen Hotels werden dann mit Tripadvisor „gecheckt“. Entspricht ein Hotel unseren (Preis- und Sauberkeits)Vorstellungen wird auf der Buchungsplattform gebucht (vorher auf der Homepage des Hotels kontrollieren, ob es nicht günstiger ist, direkt beim Hotel zu buchen). Auf der Buchungsplattform ist es meist möglich bis kurz vorher kostenlos zu stornieren, falls ein Plan noch geändert werden muss.

Ausflüge buchen

Aufgrund der Beliebtheit von Island als Feriendestination empfehlen wir auch hier sich möglichst früh einen Platz für den gewünschten Ausflug zu buchen. Vor Ort ist es häufig schwierig noch einen Platz zu bekommen. Oft ist dies nur noch möglich, wenn jemand anderes nicht erscheint (und so wartet man vielleicht den ganzen Tag auf die letzte Tour) oder man verlässt sich auf sein Glück und findet eine Tour, die nicht ausgebucht ist.

Wann sollte man nach Island reisen?

Island hat in verschiedenen Jahreszeiten wahnsinnig viel zu bieten. Im Winter ist die Chance auf Nordlichter relativ gross und verschiedene Eishöhlen können besucht werden. Die Hauptsaison dauert von Mai bis August. Zu dieser Zeit sind die Tage länger und die Temperaturen steigen. Dies zieht dementsprechend auch die Touristen an. Wir waren in den ersten beiden Augustwochen vor Ort und können bestätigen, dass es wirklich (besonders im Süden) sehr voll ist zu dieser Zeit. Wir empfehlen deshalb im September / Oktober nach Island zu reisen. Da ist die Touristenflut schon wieder zuhause und die Insel zeigt sich in den schönsten Herbstfarben. Mit dem Wetter ist es in Island eh so eine Sache 🙂

Das Wichtigste

Island hat wahnsinnig viel zu geben. Dies wird wird für zukünftige Generationen nur so bleiben, wenn wir den Wundern der Natur auch Sorge tragen. Wir mussten leider feststellen, dass nicht viele Abfalleimer in Island vorhanden sind und die Isländer teilweise überfordert sind mit den Touristenmassen, welche die Insel inzwischen jährlich besuchen. Dennoch sollte man seinen Abfall immer mitnehmen. Wir empfehlen einen Abfallbeutel im Tagesrucksack und/oder Auto mitzunehmen und in den Hotels oder Gasthäusern seinen Abfall zu entsorgen.

Island entfaltet seine Wirkung und Faszination nur wenn man die Natur und die unglaublich tollen Landschaften geniesst.

Das Wichtigste dabei: Nehmt euch die Zeit und die Ruhe Island zu geniessen.

Habt ihr noch weitere Tipps oder Erfahrungen?

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